Dautzenberg, der Christian Wulff bereits seit ihrer gemeinsamen Zeit in der Jungen Union kennt, erklärte nach der Wahl: „Zur Wahl zum zehnten Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland gratuliere ich Christian Wulff sehr herzlich. Christian Wulff bringt die nötigen Voraussetzungen und Eigenschaften für dieses verantwortungsvolle Amt mit. Als Ministerpräsident von Niedersachsen verfügt er über langjährige politische Erfahrung und hat in der Vergangenheit gezeigt, dass er Menschen zusammenführen kann. Als bislang jüngster Bundespräsident steht er für den generationsübergreifenden inneren Zusammenhalt unserer Gesellschaft und verfügt über die Weitsicht für gesellschaftliche Veränderungen. Gerade in der jetzigen Zeit, in der die Wirtschaftskrise noch nicht überwunden ist, brauchen wir einen Bundespräsidenten wie Christian Wulff, der sich zu gesellschafts- und wirtschaftspolitischen Themen äußern wird, der den Menschen Mut machen und unser Land zusammenhalten kann.“
Die Tatsache, dass die erforderliche Mehrheit für Christian Wulff erst im dritten Wahlgang zustande kam, nannte Dautzenberg „enttäuschend“. Am Schluss zähle aber das Ergebnis. Erfreulich sei, dass im dritten Wahlgang doch eine eigene absolute Mehrheit von CDU/CSU und FDP zustande gekommen und man nicht auf Enthaltungen der Linkspartei angewiesen gewesen sei. Auch dem Mitbewerber Joachim Gauck zollte Dautzenberg Respekt. Beide seien „honorige Kandidaten“ gewesen. Allerdings sei es nicht so, dass nur parteilose Kandidaten gute Bundespräsidenten sein könnten, wie z. T. in den Medien behauptet. Niemand müsse sich sein politisches Engagement vorhalten lassen.


